Nachruf

Ehemaliger DGV-Präsident Hauschild gestorben

Der ehemalige DGV-Präsident und Bernhard-Osann-Medaillen-Träger Dipl.-Ing. Erwin Hauschild ist Ende Mai im Alter von 88 Jahren gestorben.

Bis zu seiner Pensionierung Ende 1995 leitete Erwin Hauschild als Geschäftsführer die Ingolstädter Feingießerei Schubert & Salzer GmbH. Präsident des Deutschen Gießereiverbandes (DGV) war er von 1993 bis 1996. Für seine großen Verdienste um die Gestaltung der technisch-wissenschaftlichen Gemeinschaftsarbeit auf dem Gebiet des Feingusses wurde er 1996 auf der Großen Gießereitechnischen Tagung in Würzburg mit der Bernhard-Osann-Medaille geehrt.

Hauschild studierte von 1952 bis 1957 Maschinenbau an der Technischen Hochschule in Karlsruhe. Seinen beruflichen Werdegang begann er als Konstrukteur im Industrieofenbau bei der Firma Unitherm in Heidelberg und Wien. Von 1966 bis 1973 war Erwin Hauschild Betriebsleiter der Feingießerei der Fürstlich Hohenzollernschen Hüttenverwaltung Laucherthal GmbH in Sigmaringen und von 1974 bis 1975 Technischer Leiter der Freier Grunder Eisenwerke in Neunkirchen/Siegerland. Ab 1976 war er Leiter des Produktbereiches Feinguss bei der Schubert & Salzer Maschinenfabrik AG in Ingolstadt und nach Ausgliederung der Guss und Armaturenbereiche Geschäftsführender Gesellschafter der Schubert & Salzer Feinguss GmbH. Nach der Verlagerung der Feingießerei nach Lobenstein 1993 war er Geschäftsführer der Schubert & Salzer GmbH, bis er Ende 1995 in den Ruhestand wechselte.

Erwin Hauschild hat sich neben seinen beruflichen Aufgaben intensiv für die technisch-wissenschaftliche Gemeinschaftsarbeit eingesetzt, was schließlich zu seiner Ernennung zum DGV-Präsidenten führte. 1966 wurde er Mitglied im Verein Deutscher Giessereifachleute (VDG). Von 1981 bis 1996 war er Leiter des Fachausschusses Feinguss sowie ab 1979 Leiter des Arbeitskreises Feinguss im DGV-Fachverband Stahlguss.