Modern, innovativ und zukunftsorientiert

Auf dieser Seite finden sich schwerpunktmäßig jene Themen, die mit allen Aspekten des Gießereiprozesses zu tun haben. Im Dreiklang aus Forschung, Prozess und Produkt steht der Prozess in der Mitte. Er ist sozusagen der Maschinenraum des Verfahrens Guss. In ihn fließen die Ergebnisse der vorgelagerten Arbeiten der Forschung ein. Im Pozess entstehen die Gussgegenstände, die dann Schwerpunkt der Unterseite Produkt sind. Zum Prozess gehören alle Gießverfahren wie Sand-, Druck- oder Kokillenguss, alle Themen, die mit Formgebung, Material und auch Konstruktion zu tun haben. Natürlich überschneiden sich die Themen aus allen Bereichen.

Was ist Gießen?

Die Technik des Metallgießens wird bereits seit mehr als 5000 Jahren genutzt, um Bauteile mit geometrisch bestimmter Form zu fertigen. In dieser Zeit hat sich das Verfahren Gießen kontinuierlich weiterentwickelt, sodass zum heutigen Zeitpunkt hochanspruchsvolle Bauteile aus metallischen Werkstoffen mit komplexen Geometrien auf modernsten Anlagen gefertigt werden.

 

Da beim Gießen die Geometrie des Werkstücks aus einem zunächst flüssigen Material geschaffen wird, das erst durch die Erstarrung zu einem Gussteil, also einem festen Körper, wird, zählt das Fertigungsverfahren Gießen zu den Urformverfahren.

Nachdem zumeist eine dreidimensionale Konstruktion des Gussteils erstellt wurde, wird ein sogenanntes Modell gefertigt. Mithilfe dieses Modells werden dann die Formen hergestellt. Hier unterscheidet man in Dauerformen, die aus metallischem Material sind und für eine hohe Anzahl an Gießvorgängen eingesetzt werden können, und verlorenen Formen, die aus gebundenem Sand hergestellt werden und nur für einen Abguss nutzbar sind. Die Sandform wird zumeist von einem Formkasten zusammengehalten und enthält den auszugießenden Hohlraum, der die Außenkontur des zukünftigen Gussteils darstellt. Die Hohlräume im Inneren eines Gussstücks werden durch Kerne abgebildet, die in die Form eingelegt werden. Beim Gießen selbst wird das flüssige Metall in das Innere der Form eingebracht. Hierzu werden in der Schmelzerei metallische und nicht-metallische Komponenten erschmolzen.

Das Zusammensetzen der benötigten Rohstoffe nach einer bestimmten Rezeptur wird als Gattieren bezeichnet. Um die metallischen Einsatzstoffe zu verflüssigen, werden verschiedene Schmelzaggregate verwendet, die je nach Typ mit Gas, Öl, Koks oder elektrisch beheizt werden. Hierzu zählen Kupolöfen (Schachtöfen), Lichtbogenöfen und Induktionsöfen.

Nach einiger Zeit, wenn das Gussstück erstarrt und ausreichend abgekühlt ist, wird es ausgepackt. Hierbei wird das Gussstück von Formkasten und Form getrennt bzw. bei Dauerformen aus dem Formwerkzeug entnommen. Abschließend wird das Gussstück in der Putzerei bearbeitet. Dort werden beispielsweise Grate und Unebenheiten beseitigt.

Gießverfahren

Viel mehr als Sand

Flüssiges Metall lässt sich auf verschiedene Weise in Form bringen. Am bekanntesten dürfte das Verfahren Sandguss sein. Aber im Laufe der Geschichte des Verfahrens haben sich noch wesentlich mehr Verfahren herausgebildet - die jeweils spezifische Stärken und Einsatzgebiete haben. Hier ist der Überblick

Casting Adviser

 

Der Casting Adviser ist ein Programm, das Konstrukteure und Gussanwender dabei unterstützt, eine bauteil- und belastungsgerechte Auswahl aus der Vielzahl an Gusswerkstoffen und Gießverfahren zu treffen und sich näher mit diesen vertraut zu machen. Weitere Funktionen ermöglichen es dem interessierten Fachmann, die genormten Werkstoffkennwerte und -eigenschaften durch Eingabe einer Werkstoffbezeichnung, einer Werkstoffnummer oder Norm in Erfahrung zu bringen. Hierfür schöpft der Casting Adviser aus einer Datenbank von über 500 Gusswerkstoffen. weiterlesen

Wer gießt was?

 

Seit mehr als 20 Jahren ist sie eine feste Größe: die Lieferantendatenbank „Wer gießt was?“ Hier finden industrielle Einkäufer in Sekundenschnelle die Gießerei für ihren individuellen Bedarf. Mehr als 300 Selektionsmöglichkeiten reichen von Werkstoffspezifikationen über Gussverfahren und Zertifizierungen bis zu speziellen Komponenten und führen den Interessenten damit zu den passenden Gießereien. weiterlesen

Energieeffizienter Gießereibetrieb 2.0

 

Der „Energieeffiziente Gießereibetrieb 2.0“ ermöglicht einen schnellen und intuitiven Überblick und den zielgenauen Zugriff auf Informationen. Die Datenbank stützt sich auf Dokumente zu den Besten Verfügbaren Technologien (BVT bzw. BREF), aktuelle Forschungsberichte, Studien sowie Fachartikel aus dem Haus der Gießerei-Industrie.
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Fachartikel

„Nachhaltigkeit wird Entscheidungskriterium für Kunden“

Um nachhaltig zu wirtschaften, wird in Deutschland zunehmend erneuerbare Energie gewonnen, die Umwelt geschont und sparsam mit Ressourcen umgegangen, so auch in der Gießerei-Industrie...

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Vom Versuch zur virtuellen Werkstoffplanung

Das – in diesem Jahr rein digitale – Aachener Gießerei-Kolloquium fokussierte sich thematisch stark auf den Bereich der Simulation. Die Themen der drei spannenden Tage standen im Spannungsverhältnis zwischen Experiment...

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AGB für Lieferverträge im Jahr 2021

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind das Fundament aller modernen Lieferverträge. Damit sich Deutschlands Gießereien auf ihre Kernkompetenz, nämlich das Gießen, konzentrieren...

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