25.06.2026 | Hessischer Gießerei-Dialog
Gemeinsame Erklärung zur Stärkung der Gießerei-Industrie verabschiedet
Die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland, die Transformation hin zur Klimaneutralität sowie die Sicherung von Wertschöpfung und Beschäftigung standen im Mittelpunkt des Hessischen Gießerei-Dialogs am 24. Juni 2026 in Wiesbaden.
Auf Einladung des Hessischen Wirtschaftsministeriums trafen Staatssekretär Dr. Johannes Loheide, Vertreterinnen und Vertreter der hessischen Gießerei-Industrie, der IG Metall, des Bundesverbands der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG), Betriebsräte sowie Unternehmensleitungen zusammen.
Als Ergebnis des Dialogs verabschiedeten die Teilnehmer eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung der Gießerei-Industrie. Darin werden zentrale industriepolitische Handlungsfelder benannt, darunter international wettbewerbsfähige Energiekosten, wirksamer Carbon-Leakage-Schutz, realistische Transformationspfade, eine praxistaugliche Ausgestaltung des Europäischen Emissionshandels, die Einbeziehung von Guss und gussintensiven Komponenten in den Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) sowie schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren.
Mit rund 8.200 Beschäftigten an 13 Standorten und weiteren etwa 8.000 Arbeitsplätzen in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen ist Hessen nach Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg der drittgrößte Gießereistandort Deutschlands. Die Branche spielt eine wichtige Rolle für Energieversorgung, Infrastruktur, Maschinenbau, Mobilität sowie Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen und leistet zugleich einen wesentlichen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.