10.07.2026 | Nationaler Gießerei-Dialog 2026

Erster Nationaler Gießerei-Dialog setzt gemeinsames industriepolitisches Signal für den Industriestandort Deutschland

Erstmals haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus zwölf Bundesländern, der IG Metall und des BDG auf ein gemeinsames Positionspapier verständigt. Mit konkreten Forderungen an Bundesregierung und Europäische Union setzen sie ein deutliches Signal für die Zukunft der Gießerei-Industrie und fordern wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für eine Schlüsselbranche der industriellen Wertschöpfung.

Mit dem ersten Nationalen Gießerei-Dialog ist in Berlin ein neuer Meilenstein für die deutsche Gießerei-Industrie erreicht worden. Erstmals haben Vertreterinnen und Vertreter aus zwölf Bundesländern gemeinsam mit der IG Metall und dem BDG ein gemeinsames Positionspapier verabschiedet. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit einer Schlüsselindustrie zu stärken und die Ergebnisse unmittelbar in die angekündigten Branchendialoge der Bundesregierung einfließen zu lassen. 

Dem Nationalen Gießerei-Dialog gingen in den vergangenen Monaten zahlreiche Gießerei-Dialoge, Spitzengespräche und Runde Tische in den Ländern voraus. Überall zeigte sich ein einheitliches Bild: Hohe Energiekosten, zunehmende internationale Wettbewerbsverzerrungen, wachsende Regulierung und eine anhaltend schwache Nachfrage gefährden die Zukunft einer Branche, die am Beginn nahezu aller industriellen Wertschöpfungsketten steht. 

Mit dem nun verabschiedeten Positionspapier richten Länder, Sozialpartner und Branche einen gemeinsamen Appell an Bundesregierung und Europäische Union. Gefordert werden unter anderem ein wettbewerbsfähiger Industriestrompreis mit einem Zielwert von fünf Cent pro Kilowattstunde, ein wirksamer Carbon-Leakage-Schutz, schnellere Netzanschlüsse für die Elektrifizierung der Schmelzprozesse, mittelstandsgerechte Transformationsförderung sowie faire internationale Wettbewerbsbedingungen.

Das gemeinsame Positionspapier steht ab sofort zum Download bereit.